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zu ‚bruchstücke’ der film ist herrlich authentisch, subtil, und die Neugierde auf das "weiter" erlahmt nie. Der Mehrwert, und nicht nur der Erzählwert, von Reisen ist hinläufig bekannt. Doch auch wenn einer keine Reise tut, dann kann er was erzählen. Im Fall von Bruch/Condins "Bruchstücke" kann der Filmtitel allein schon durch das Wortspiel autobiografisch gelesen werden. Bruch sammelt in Auftrag gegebenes gedrehtes Material ein und führt es in einem virtuellen Reisebericht als "Bruchstücke" wieder zusammen. Durch seine Krankheit immer weniger mobil, umrundet Bruch die Welt am Stand. Die Kilometer addieren sich langsam zu einer 2,2-fachen Umrundung der Erde. Die Strecken legen Freunde zurück, die er gebeten hat, von ihren Reisen Filmmaterial mitzubringen. Als formale Vorgabe empfahl er die seitliche Ausrichtung der Kamera, keine Zooms und Schwenks. Der Rhythmus der abgebildeten Landschaften oder Städte bleibt somit ein sehr bewegter und erzeugt jene rastlose Stimmung, die ein Weltumrunder braucht. Der Verzicht auf eine Ordnung im Sinne einer Nord-Süd-Route verdeutlicht einmal mehr, was nicht nur Reisen in unserer Zeit bedeutet: Jeder Punkt der Erde kann durch die Technologie des Internets und der Mobiltelefonie leicht erreicht werden bzw. macht eine fast 1:1-Informationsübertragung möglich: Piepst das Mobiltelefon, so kann die Kurznachricht dann lauten: "23.2. Südspitze der Lofoten. Vor 1 h am Ziel angekommen. Wetter hat sich verschlechtert. Macht nichts, ist so auf eine andere Art schön. Liebe grüße, Mike."
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